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"Waldbronner Schnupperlehre" vorgestellt

20.10.08

Schüler, Eltern, Gewerbetreibende und Lehrer in bunter Reihe beim Einführungsabend zur "Waldbronner Schnupperlehre" in der Albert-Schweitzer-Schule

Wertvolle Informationen und Tipps übewr den Einstieg in den Beruf erhielten Eltern, Lehrer und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule

Berufswahlunterricht durch weitere Praktika ergänzt

Auf großes Interesse stieß das neueste Kooperationsprojekt der Albert-Schweitzer-Schule in Waldbronn-Reichenbach. Gemeinsam mit den Waldbronner Selbständigen, der Schulsozialarbeit, der Handwerkskammer und der Berufsberatung wurde das "Projekt "Waldbronner Schnupperlehrer" ins Leben gerufen. Dass das Projekt auf großes Interesse stößt, zeigte sich an der voll besetzten Aula beim Einführungsabend.
Die Frage der Berufswahl sei ein drängendes Problem, sagte Rektor Peter Hepperle bei der Einführung. Ziel des Projekts sei es, den Schülerinnen und Schülern Hilfestellungen bei der Berufswahl zu geben. Dazu konnte der Rektor unter den Zuhörern Bürgermeister Harald Ehrler, Gewerbetreibende und Gemeinderäte begrüßen. Für die Information waren an diesem Abend die Teilnehmer auf dem Podium zuständig. Hier saßen von der Waldbronner Selbständigen Ralf Störzbach und Enno Krause, von der Schulsozialarbeit Detlef Schäfer und Jürgen Sommerlatte, Gert Wicke, Lehrstellenvermittler der Handwerkskammer Karlsruhe, Claudia Reiber von der Berufsberatung und Auszubildender Oliver Höhler.
Das Projekt "Waldbronner Schnupperlehre" sei ein Aufeinander Zugehen gewesen, betonte Rektor Peter Hepperle. Ziel sei der Erwerb der Berufswahlkompetenz. Insgesamt acht Module umfasst das Projekt. Berufswahlunterricht an der Hauptschule sei nichts Neues, er werde jetzt aber sinnvoll ergänzt durch Praxistage und Ferienpraktika. Die Praxistage, die Schüler sind dabei jeweils in einem Betrieb, finden an sieben Dienstagen vor den Weihnachtsferien statt und werden durch die Schulsozialarbeit koordiniert.

"Eine tolle Idee" nannte Bürgermeister Harald Ehrler die Waldbronner Schnupperlehre. Er hob das Engagement der Waldbronner Selbständigen hervor, die jungen Menschen Gelegenheit Berufe näher kennenzulernen. Auch Gemeinde und Kurverwaltung seien bereit, sich an der Schnupperlehre zu beteiligen.
"Damit sind wir insgesamt 27 Betriebe", sagte Ralf Störzbach, Vorsitzender der Waldbronner Selbständigen, und dankte Bürgermeister Ehrler für die Zusage, sich am Programm zu beteiligen.
Störzbach appellierte an die Schüler, die Schnupperlehre aktiv und vor allem motiviert wahrzunehmen und dabei auch verschiedene Betriebe zu besuchen. "Findet durch Probieren einen Beruf, der euch Spaß macht", ermunterte er die Schülerinnen und Schüler. Hilfestellung der Eltern sei durchaus erwünscht, allerdings, so Störzbach, sollte die Hilfe nicht so weit gehen, dass die Eltern die Bewerbung schreiben, das sollten die angehenden Auszubildenden selbst tun. Gefragt seien heute in allen Branchen auch gute Kenntnisse in Computerprogrammen, Störzbach nannte beispielhaft Word und Excel.
Gert Wicke wies auf die über 100 Ausbildungsberufe bei der Handwerkskammer hin, die zudem auf ihrer Homepage –www.hwk-karlsruhe.de- auch eine Ausbildungsplatzbörse anbiete, über die Ausbildungsbetriebe und Auszubildende zusammengeführt werden können. Tipps zum Vorstellungsgespräch und ebenfalls der Appell, Schnupperlehre und Ferienpraktika wahrzunehmen rundeten Wickes Ausführungen. Für die Betriebe, so seine abschließende Feststellung, seien dies auch hervorragende Möglichkeiten, Auszubildende zu finden.
Es sei wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler zunächst wissen, was sie machen wollen, betonte Claudia Reiber von der Arbeitsagentur und hier als Berufsberaterin für die Albert-Schweitzer-Schule zuständig. Sie stellte Materialien der Arbeitsagentur zur Berufsfindung vor und warb für Besuche im Beruflichen Informations-Zentrum (BIZ).
In der anschließenden Diskussion und Fragerunde, an der sich die anwesenden Schülerinnen und Schüler lebendig beteiligten, wurde immer wieder deutlich herausgestellt, dass Engagement, Motivation, Fleiß und Pünktlichkeit neben den Noten eine große Rolle spielen. Dies alles könne in den Praktika hervorragend unter Beweis gestellt werden.
An dem Programm der Waldbronner Schnupperlehre beteiligen sich folgende Betriebe (in alphabetischer Reihenfolge), mit aufgeführt sind hinter dem Firmennamen die Ansprechpartner: aktiv Markt Völkle Achim Völkle, Bäckerei und Konditorei Richard Nußbaumer Bruno Rihm und Richard Nußbaumer, Becker Sanitärtechnik Gerhard Becker, Blumen Kraft Andreas Kraft, Brillen Becker Reiner Becker, Damenschneiderei Ute Flügel, Elektro-Steppe Wolfgang Steppe, format Software Andreas Kessel, Form + Farbe – Die Meistermaler, Franz Csernalabics, Gekkosign Enno Krause, Gemeinde und Kurverwaltung Waldbronn Charlotte Ruiz, Heizungs-Meister Wolfgang Meister, Holzbau Siffermann Bernhard Csernalabics, Innenausbau Steppe Walter Steppe, Knuth & Schroth Lars Knuth, Lindenbräu Ralf Störzbach, Malerbetrieb Schroth Reinhard Schroth, Masino Baugeschäft Franz Masino, Metallbau Kunz Ludwig Kunz, Ochs Badkonzepte Steffen Ochs, Raumausstattung Becker Manfred Becker, Restaurant Albhöhe Josef Dirscherl, Rollladen und Sonnenschutz Gremsperger Stephan Gremsperger, Schlosserei Fässler Horst Fässler, Schreinerei Anderer Martin Anderer, Schreinerei Rimmelspacher Dieter Rimmelspacher, TT-EDV Beratung Thomas Tellenbach.

Text und Bilder: www.waldbronn.de


Kommentare der Leser

  • Andreas Kessel schrieb am 01.11.08 - 22:31 Uhr

    Großen Dank an alle Beteiligten für ihr Engagement. Ich werde die Schnupperlehre nach besten Kräften unterstützen.
    Andreas Kessel

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