Auftakt für die Selbständigen: Ulrich Herz und Franz Siffermann geehrt
02.02.12
Mit vielen guten Gesprächen über das vergangene Jahr und die kommenden Aufgaben, neuen Kontakte, Ehrungen und Visionen über das Wachsen einer Gemeinde starteten die Waldbronner Selbständigen in das neue Jahr.
Mit nahezu hundert Gästen aus Handwerk, Handel, Dienstleistung, Politik und Gemeindeverwaltung war der diesjährige Neujahresempfang der Waldbronner Selbständigen im Clubhaus „Albhöhe“ des FC-Busenbach sehr gut besucht. Positiv blickte WS-Vorsitzender Franz Csernalabics auf das vergangenen Jahr. Die WS-Mitglieder beschäftigen über 2300 Mitarbeiter, davon etwa 150 Lehrlinge. „Das ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von über 10 Prozent“, so der Vorsitzende. Erfreut präsentierte er den Zuwachs bei den Waldbronner Selbständigen, so konnte die Mitgliederzahl im vergangenen Jahr auf 126 gesteigert werden. Durch mehr Gewerbesteuereinnahmen profitiere auch die Gemeinde. Damit sprach sich der Vorsitzende gleichzeitig für den Erhalt der freiwilligen und „lieb gewonnenen“ Einrichtungen der Gemeinde aus. Dies sei aber nur durch eine „kreative Verwaltung und eine umsichtige Ausgabenpolitik“ möglich.
Kritischer ging Franz Csernalabics mit der Steuerpolitik der Bundesregierung um. Diese führe dazu, dass jeder siebte Deutsche unter der gesetzlichen Armutsgrenze lebe. Weiter kritisierte er Arbeitgeber, die es „billigend in Kauf nehmen, dass die Allgemeinheit für das lebensnotwendige Auskommen ihrer Mitarbeiter auf-kommt“, da sie einfach zu wenig Lohn zahlen. Doch solche „Ignoranten und gewissenlose Geschäftemacher gibt es bei den Waldbronner Selbständigen nicht“. Die WS würden nicht nachlassen, zusammen mit anderen Gewerbevereinen, diese „Botschaft an verantwortungs-bewusste Politiker weiterzugeben“. Auch der Unterschied in der Höhe der gesetzlichen Renten und Pensionen sowie die Erhöhung des Rentenalters bezeichnet der WS-Vorstand als „politische Fehlentwicklung“.
Erster Schritt auf die „Fleckenhöhe“
Für die gute Zusammenarbeit mit den Waldbronner Selbständigen bedankte sich Bürgermeister Franz Masino in seinem Grußwort. „Wir begegnen uns konstruktiv und mit Respekt und arbeiten weiter an der Zusammenarbeit“.
Um die Weiterentwicklung Waldbronns und um seinen Status als „Wohlfühlgemeinde“ zu erhalten, brauche Waldbronn den Zuzug junger Familien. Deswegen will der Bürgermeister zusammen mit dem Gemeinderat die ersten Entscheidungen für die Erschließung der Fleckenhöhe auf den Weg bringen. Denn: Wer zukunftsfähig bleiben möchte, müsse unter anderem für seine Bürgerinnen und Bürger neue Wohn- und Gewerbeflächen schaffen.
Ehrungen der besonderen Art
Besonders geehrt wurden in diesem Jahr Elvira und Gründungs- sowie Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Herz. Letzterer wurde mit viel Applaus zum Ehrenmitglied ernannt. Franz Csernalabics bedankte sich zudem bei Franz Siffermann, ebenfalls Gründungsmitglied und Ehrenvorstand, für seinen steten Einsatz. Als „Vater“ des Zunftbaumes trug er die Verantwortung für diese langjährige Tradition. Als Dank bekam er einen kleinen, von WS-Mitglied Ludwig Kunz geschmiedeten Zunftbaum. Den Stab des „Zunftmeisters“, der zuständig für die Organisation des Zunftbaumstellens ist, übernimmt nun Wolfgang Meister.